Eine Arztserie bei RTL II – beim Realitysender Nr. 1 ist klar: Wir machen das anders als andere. „Station B1 – Kinderärzte mit Herz“ begleitet ein Team von Ärzten, Hebammen, Schwestern, Pflegern und Sanitätern bei ihrer täglichen Arbeit. Die Geschichten sind dramatisch anrührend, aber nah an der Realität. Dafür steht nicht zuletzt der Cast: Er besteht fast ausschließlich aus echtem medizinischem Fachpersonal. Was das bedeutet und warum Authentizität einer Ärzteserie besondere Qualitäten verleiht, erklärt uns Dr. Paul Rodenbach, im wirklichen Leben Dr. Andreas Kaniewski zu Nalecz.

"Station B1" auf RTL II: Dr. Paul Rodenbach

Dr. Andreas Kaniewski zu Nalecz alias Dr. Paul Rodenbach

Was war für Sie als Arzt die Motivation bei „Station B1“ mitzumachen? Ist das nur eine spannende Erfahrung oder wollen sie auch etwas bestimmtes vermitteln?

Kaniewski zu Nalecz: Natürlich ist es auch spannend, abseits des Arztberufes vor der Kamera zu stehen. Allerdings ist die Hauptmotivation bei „Station B1“ zu zeigen, wie der Klinikalltag ist, und auch medizinische Inhalte zu vermitteln. Also letztendlich das, was ein Arzt tagtäglich macht.

Wie viel Realität steckt in dem Format? Was unterscheidet es von gewöhnlichen Ärzteserien?

„Station B1“ ist sehr reell. Wir drehen mit echten Ärzten, Krankenschwestern und Hebammen. Es geht um Symptome und Erkrankungen, wie sie im wahren Leben und im Klinikalltag tagtäglich vorkommen. Gewöhnliche Ärzteserien, soweit ich sie kenne, sind sehr realitätsfremd und bilden kaum die Wirklichkeit ab.

Wie unterscheidet sich Scripted Reality doch vom echten Alltag eines Arztes?

Der echte Ärztealltag bietet weitaus weniger Geschichten und Erzählungen. In der Regel sind Symptome und Krankheiten ähnlich, jedoch ist das „drum herum“ weniger unterhaltsam.

Warum ist Authentizität bei „Station B1“ so wichtig?

Wenn man Inhalte und Informationen zum Zuschauer bringen möchte, müssen diese authentisch vermittelt werden. Auch ein Arzt muss authentisch sein. Nur so kann ein Vertrauen zum Patienten oder Zuschauer hergestellt werden.

Wie vereinbaren Sie die TV-Arbeit mit ihrem „wirklichen“ Berufsleben?

Beides lässt sich sehr gut kombinieren. Ich spiele ja keinen Einbrecher, sondern einen Arzt, der engagiert und begeistert Patienten hilft. Genauso wie im „richtigen“ Berufsleben. Macht also keinen großen Unterschied, ob die Kamera dabei ist oder nicht.

Benommener 18-jähriger in der Notaufnahme: Was fehlt ihm?

18-jähriger in der Notaufnahme: Was fehlt ihm?

Erwarten Sie kritische Nachfragen Ihrer Patienten oder von Kollegen?

Nein, keinesfalls. Würde ich aber einen Einbrecher spielen, wäre wahrscheinlich die ein oder andere Aufklärung erforderlich.

Welche Chancen/Möglichkeiten bietet ein Format, dessen Cast fast ausschließlich aus echten Medizinern besteht? (in Bezug auf Aufklärung, richtiges Verhalten im Notfall, etc.)

Zum einen wirken die Inhalte authentischer und reeller, sodass sie beim Zuschauer viel schneller und nachhaltiger aufgenommen werden. Es ist wie beim Lernen: wenn man zu den Inhalten eine authentische Geschichte hat, läuft das Lernen viel einfacher ab und ist viel nachhaltiger. Themen wie Gesundheitsvorsorge oder Verhalten im Notfall sind somit viel einfacher zu vermitteln.

Zum anderen bietet ein derartiger Cast eine erhebliche Glaubwürdigkeit. Und die ist in Zeiten von Reizüberflutung via Internet usw. sehr wichtig. Der Zuschauer kann sogar eine Vertrauensbasis zu dem Cast aufbauen und so die Inhalte nachhaltiger aufnehmen. Alles in allem also ein echter Gewinn.

Die 20 Episoden von „Station B1 – Kinderärzte mit Herz“ wurden von Endemol Shine produziert.
„Station B1 – Kinderärzte mit Herz“: ab 15. Januar 2018, montags bis freitags um 17:00 Uhr bei RTL II