US-Star Dominic Purcell (aka. Lincoln Burrows) kam am 6. April auf unsere Einladung hin nach Berlin, um für den Start der neuen Staffel von „Prison Break“ ordentlich die Werbetrommel zu rühren. Der Besuch eines Hollywood-Stars ist mit großem Planungsaufwand und noch größeren Erwartungen verbunden.

Doch welche Erwartungen sollte man von einem Schauspieler haben, der in seiner Rolle nicht gerade zimperlich mit seinen Widersachern umgeht und dessen Äußeres auf den ersten Blick etwas einschüchternd wirken mag?

Genau diese Fragen und noch viele mehr haben meine Kollegen und ich uns vor dem Besuch des „Prison Break“-Stars gestellt. Mit dem dezenten Hinweis „sometimes he’s a little bit grumpy and doesnt’t talk that much“ als Initial-Briefing machten wir uns auf zum Flughafen – unklar, wie viel Augenzwinkern hinter dieser „Vorwarnung“ steckte.

Mit Baseball-Cap, Sonnenbrille und tief ins Gesicht gezogener Kapuze stieg Dominic mit einem knappen „Hi“ ins Auto. Nach einem kurzen, leicht hölzernen Smalltalk zog ich die Geheimwaffen: Wasser und Schokolade. Nach dem kleinen Zuckerschub und Dank der hervorragenden Geschichtskenntnisse unseres Fahrers lief der Smalltalk dann auch gleich wie geschmiert und es wurde viel gelacht. Wer hat hier was von „grumpy“ gesagt?

Nach einem Treffen mit den RTL II-Executives ging es für Dominic am nächsten Tag weiter mit einem straff getakteten Interviewmarathon. Und auch hier gab es einige Überraschungen: In der Regel wird bei solchen Terminen eine Frage nach der anderen gestellt und die Zeitslots immer überzogen.

Doch nicht so bei Dominic Purcell. Nach 4-5 Fragen kam stets ein „Vielen Dank für das Interview“ und die obligatorische Bitte nach dem Selfie. Nach den ersten beiden Interviews verdutzt zurückgelassen dachte ich noch, das wären Einzelfälle und die Journalisten müssten vielleicht zu einem Anschlusstermin. Doch ebenso kurz und knackig ging es weiter.

Auch die begleitende PR-Dame von Dominic war mehr als erstaunt und fragte, ob das denn normal sei in Deutschland. „Nein, ganz im Gegenteil“, meinte ich, „normalerweise müssen wir immer bitten zum Ende zu kommen.“ „Oh, ich verstehe. Die haben sicher alle Angst vor ihm. Das geht uns öfter so“, sagte sie mit einem Augenzwinkern. Ich nickte. Und auf dem Sofa saß ganz entspannt und verschmitzt lächelnd Dominic.

Nach einer kurzen Pause ging es um 18:00 Uhr weiter zur exklusiven Kinopremiere im CinemaxX am Potsdamer Platz. An der Seite eines Stars sieht man von einigen Gegenden und Gebäuden Bereiche, die man als normaler Gast wohl nie zu Gesicht bekommen würde. Das ist zwar spannend, aber ich kann versichern: es ist nicht immer schön.

Nach einem etwas komplizierten Umweg konnten wir in Anwesenheit von 250 geladenen Gästen den Serienstart bei RTL II gebührend feiern. Neben den „Prison Break“-Darstellern Dominic Purcell und Numan Acar (spielt den IS-Führer Abu Ramal) kamen weitere Sendergesichter wie die „Berlin – Tag & Nacht“– Protagonisten Leon, Piet und Paula, „DailyCGN“-Gesicht Taynara Wolf, die BERLYN-WG sowie weitere Prominente wie beispielsweise YouTube-Star Jonas Ems, Sydney Hartwig oder Dennis Schick auf den roten Teppich. Zudem zählten zahlreiche Freunde und Geschäftspartner zu den Premierengästen.

Mit kurzer Verspätung ging es um kurz nach 19:00 Uhr los mit einer Einführung durch RTL II News-Moderatorin Steffi Brungs und dem Berliner Local Numan Acar. Nach der actiongeladenen ersten Folge verriet dann Dominic Purcell Steffi und dem Publikum spannende Details rund um die Dreharbeiten zu „Prison Break“ und seinem schlimmen Unfall am Set. Zurück auf dem Weg ins Hotel gab der Schauspieler geduldig Autogramme und machte Selfies mit den Fans, die vorm Kino gewartet hatten. Es hatten also doch nicht alle Angst vor ihm.

Der darauffolgende Tag stand dann ganz im Zeichen der Marketing- und Social Media-Kollegen. Neben einem Fotoshooting und zahlreichen On-Air-Aufsagern wurde ein Making-Of des Star-Besuchs für rtl2.de produziert. Auch unsere Social Media-Kollegen und das RTL II YOU-Team nutzen die Chance, um mit Dominic Purcell bei Facebook Live zu gehen und eine neue Folge von „DidYOUknow“ zu produzieren.

Bestens gelaunt hatten nicht nur unser Team, sondern auch Dominic Spaß bei den Aktionen. Selbst bei strömenden Regen und Wind in Orkanstärke ließ er es sich nicht nehmen, einige Außenaufnahmen an den Überresten der Berliner Mauer zu machen.

Nach einem Erholungstag ging es dann für Dominic wieder nach Los Angeles und für uns zurück nach München. Und wieder einmal mehr hat sich bewiesen: „Never judge a book by its cover“!