Was haben die Parlamentswahlen 2016 in Australien, die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten im selben Jahr und die Parlamentswahl in diesem Jahr in Frankreich gemeinsam? Richtig. In allen Ländern kam im Vorfeld der Wahl der Vote Compass – hierzulande besser bekannt als Wahl-Navi – zum Einsatz.

Dass das Tool die Menschen ermutigt, wählen zu gehen, ist das eine. Dass sich in den USA allerdings aufgrund der erhobenen Daten der Sieg Donald Trumps im Vorfeld prognostizieren ließ, lässt aufhorchen. Wie ist das möglich? „Big Data“ lautet die Zauberformel.

Der nächste Ausbruch des Ätna, mein nächster Einkauf bei Amazon oder eben das nächste Verbrechen in meiner Nachbarschaft – so ziemlich alles lässt sich mit einem gewissen Stamm an Daten berechnen. Eventuell auch der oder die nächste Bundeskanzler(in).

Bereits jetzt – nicht mal eine Woche nach dem Start – lässt sich schon sagen: das Wahl-Navi wird angenommen. So gut sogar, dass noch in dieser Woche die 1-Million-Nutzer-Marke geknackt wird.

Hunderttausende Datensätze (streng anonymisiert natürlich) kommen zusammen, mit denen sich Rückschlüsse ziehen lassen, die weit über die Beantwortung der K-Frage hinausgehen.

Welche Themen bewegen die Deutschen wirklich? Was sind die aktuell drängendsten Probleme, die direkt den Alltag der Wähler betreffen? Die ersten Antworten darauf folgen schon bald. Die Auswertung der Daten läuft.

Wir in der RTL II-Nachrichtenredaktion sind schon sehr gespannt auf die ersten Ergebnisse. Wir berichten täglich um 20:00 Uhr aus Berlin über alles, was wichtig ist – und die Bundestagswahl nimmt bei uns natürlich einen hohen Stellenwert ein.