Als Realitysender Nr. 1 sind wir ganz nah am Zuschauer. Das meint nicht nur die Inhalte unserer Formate. RTL II sucht verstärkt auch jenseits von TV und Online die direkte Begegnung mit den Menschen – zum Beispiel auf Events und Messen wie der Heim+Handwerk in München. Der „größte Pop-up Store rund um die vier Wände“ lockte in München bis vergangenen Sonntag knapp 140.000 Besucher. Ein idealer Ort für einen eigenen, 76 qm großen Messestand rund um „Die Bauretter“ und „Zuhause im Glück“, den unser Partner Home24 mit Möbeln ausstattete.

Die Besucher erwarteten Bastel-Workshops, deren Ergebnisse sie gleich mitnehmen konnten, und natürlich Manuela Reibold-Rolinger und John Kosmalla. Die beiden nahmen sich viel Zeit für ihre Fans, schrieben fleißig Autogramme und beantworteten Fragen rund ums Bauen, Sanieren und Wohnen. Manuela hielt außerdem zwei sehr gut besuchte Vorträge zum Thema „Bauherrenführerschein“.

Wir haben mit den beiden über ihr Verhältnis zu den Zuschauern und Fans, zu RTL II, den Werbepartnern und die Leidenschaft für ihre Formate gesprochen…

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Manuela: Ich finde es genial, dass ich hier sein und mit den Menschen sprechen kann, die unsere Themen bewegen. Toll.

Ihr haltet ja auch über Facebook und Twitter mit euren Zuschauern Kontakt…

Manuela: Das ist sehr wichtig. Während der Ausstrahlung habe ich meinen second screen immer im Auge. Da kommen dann sehr konkrete Fragen, die ich gerne beantworte. Social Media öffnen das Medium Fernsehen und machen eine Interaktion mit dem Zuschauer möglich. Das finde ich klasse.

Wie gehen die Menschen hier auf der Messe auf euch zu? Freundlich? Zurückhaltend?

John: Die gehen ganz offen auf uns zu, weil wir so unkompliziert greifbar und ansprechbar sind – ohne die Hürden, die bei einer Produktion mit ihren Abläufen teilweise existieren.

Was wollen sie denn so wissen?

John: Das ganze Spektrum: Konkrete Fragen zur Sendung, zu Umbaumaßnahmen, Schimmelbekämpfung, aber auch Autogramme und Selfies natürlich.

IMG_1015Manuela: Die Zuschauerin eben zum Beispiel kam ganz gezielt her, weil ich auf Facebook gepostet habe, dass ich hier sein werde. Sie hat mir erzählt, dass sie zwei Tage nicht geschlafen hat vor Aufregung. Das finde ich erstaunlich, ich beiße ja niemanden (lacht).

Ich freue mich, weil man hier spürt, dass die Menschen respektieren, was wir machen. Wir stehen zu 100 Prozent hinter unserem Format. Wenn das im Fernsehen rüberkommt und die Zuschauer sagen, die will ich jetzt mal persönlich treffen, dann ist das toll.

Oft wird Doku-Soaps unterstellt, das sei alles nicht echt und inszeniert. Was entgegnet ihr solchen Kritikern?

Manuela: Da werde ich ganz leidenschaftlich und sage: Glauben Sie im Ernst, ich würde als Fachanwältin für Baurecht hier mitmachen, wenn da alles gescripted wird? Manchmal werde ich sogar für eine Schauspielerin gehalten. Da bin ich richtiggehend geschockt und ich kläre die Zuschauer gerne auf, auch im eigenen Interesse.

John: Ich stoße auch manchmal auf Unglauben, ob das, was wir auf der Baustelle schaffen, in so kurzer Zeit überhaupt möglich ist. Ja, das ist es. Wir wollen ja mit unseren Themen auf authentische Weise eine Brücke zum Zuschauer bauen, damit die Menschen das auch für sich annehmen können. Da ist es undenkbar, etwas zu scripten oder passend zu machen.

IMG_0952Wir arbeiten immer nach DIN und Regelwerk, nachvollziehbar und mit Gewährleistung. Wir liefern den Stand der Technik und tun das mit Herz und Seele. Sonst würden wir unglaubwürdig und die ganze Sache bringt nichts.

Manuela: Da muss ich auch eine Lanze brechen für die Produktionsfirma Imago TV. Da ist so ein tolles Team gewachsen, das uns einfach machen lässt. Unsere Reaktionen nach einer Konfrontation, was wir sagen, das ist alles spontan und echt. Ich kann gar nicht schauspielern, ich tue mich schon schwer, wenn ich einen Satz wiederholen muss, weil ich mich versprochen habe.

John: Bei Begegnungen im Alltag oder hier auf der Messe sagen die Menschen, hey, ihr seid ja wie im Fernsehen! Ja, klar sind wir das! Auch deshalb ist es so wichtig, dass wir ständig in den Dialog gehen, ansprechbar sind über Social Media und E-Mail. Wir antworten auch persönlich, da ist keine Agentur dazwischen oder so. Für all das sind RTL II und imago tv die besten Partner, die man sich wünschen kann, und das geht noch hoffentlich lange so weiter.

IMG_0977Was ist für euch das spannendste oder berührendste Erlebnis, dass ihr bei der Arbeit für RTL II hattet?

John: Allen voran die Episode mit der Haus-Anhebung. Darauf werde ich auch immer wieder angesprochen. Wir haben das unmögliche möglich gemacht. Ein Haus durchzuschneiden, um es 20 cm anzuheben, ist schon was Besonderes.

Und die erste Baustelle bei den „Baurettern“, weil es mir nach vielen Jahren „Zuhause im Glück“ eine neue Perspektive auf das Thema eröffnet hat. Das Zusammenwirken Baurecht und Baustelle ist zwar sehr sachlich, aber es entsteht nochmal eine ganz starke Schicksalhaftigkeit und Emotionalität. Das, was wir tun, verändert das Leben der betroffenen Familien nachhaltig.

Manuela: Wir haben jetzt 49 Folgen „Die Bauretter“ gedreht, und mein emotionales Highlight ist immer das Finale. Man spürt, welche Last von den Menschen genommen wird. Da bin ich echt angefasst, und auch John hat immer Tränen in den Augen.

Selbstverständlich kann ich in einer Woche selten juristisch alle Probleme komplett lösen, aber es reicht schon, dass jemand zuhört, Maßnahmen anstößt, und die Familien in ihr Haus einziehen können. Das berührt und motiviert mich weiterzumachen.

IMG_0965John: Auch wenn sich in der Kürze der Zeit ein Fall nicht juristisch klären lässt, kann man damit trotzdem ganz viel erklären, denn so ein Fall ist in der Regel exemplarisch für viele andere. Das führt dann immer zu einem Nachklang in Social Media oder per E-Mail, wo sich solche Betroffenen dann melden.

Manuela: Ich habe noch immer Kontakt zu sämtlichen Bauherren. Die informieren mich, wie es juristisch weitergangen ist, sagen Dankeschön, wenn alles gut ist. Das ist ein riesiges Highlight in meinem Leben, bei den „Baurettern“ dabei sein zu dürfen.

Was habt ihr in euren Formaten für euren Beruf gelernt? Was nimmst du z.B. als Anwältin mit, das andere Anwältinnen nicht erfahren?

Manuela: Das Format hat mir noch deutlicher gemacht, dass man bei jedem Fall immer zuerst den Menschen sehen muss. Wenn man in eine Geschichte beim Dreh eine Woche so unmittelbar einsteigt, mit den Bauherren, Handwerkern, Anwälten redet, ist das eine intensive Erfahrung. Und auch, wenn wir die Konfrontation mit der Gegenseite suchen: Immer zuerst den Mensch sehen, ihn mit Respekt und auf Augenhöhe behandeln, und dann sachlich lösen.

John: Die Probleme werden am besten am runden Tisch gelöst. Das führen wir herbei, dass die Beteiligten wieder miteinander reden und sich nicht über Gutachter und Verfahren voneinander entfernen. Das kostet alle nur Zeit, Geld und Nerven.

IMG_0912Was zeichnet für euch die Zusammenarbeit mit RTL II aus?

John: Wir sind gerne bei RTL II.

Manuela: Absolut. Ich fühle mich sehr wohl in der RTL II-Familie. Ich finde es toll, was der Sender macht. Ich bin immer wieder erstaunt, wie jung das Team ist. Und RTL II hat eine Führung, die jung geblieben ist und mit diesem Team sehr gut umgehen kann. Da herrscht einfach ein guter Spirit in Grünwald, da geht man gerne durch die Tür.

John: Die Gespräche, die Treffen sind immer sehr freundschaftlich, fast familiär. Ich fühle mich bei RTL II ein Stück weit zuhause – passend zu unseren Formaten. Und man darf nicht vergessen: RTL II ist der einzige Sender, der das Thema Bauen in dieser Breite und immer anschaulich und nutzwertig präsentiert. Es macht richtig Spaß, mit RTL II diese Formate zu machen.

Manuela: Da steckt wirklich unser beider Herzblut drin.

John: Wir haben beide unsere Jobs und Karrieren, deshalb müssen wir nicht TV machen, aber wir wollen es, und zwar mit RTL II. Und es gibt ja so viel zu sagen, denn jeder, der mit seinem Haus in die Sackgasse gerät, nimmt sich zurück, auch aus Scham. Wir geben diesen Menschen eine Stimme, RTL II greift die Hilferufe auf und erklärt die Probleme – auf Augenhöhe und ohne die Menschen vorzuführen.

IMG_1052Genau diese Haltung ist ein wichtiger Teil des Selbstverständnisses, der Positionierung von RTL II…

Manuela: Das spüre ich in der Zusammenarbeit mit John, wir sind ein Dream Team (lacht). Das spüre ich, wenn ich den Sender betrete, und wenn ich unsere Zuschauer treffe, wie hier und heute.

John: Dieses „nah am Zuschauer“ kriegt RTL II wirklich gut hin.

Manuela: Das ist auch euer Pfund, ganz ehrlich. Natürlich schaut man gerne hin, was irgendwelche Stars und Prominente machen. Aber in Dokus über ganz normale Menschen steckt nach meinem Gefühl noch ein unglaubliches Potenzial. Ganz nach am Zuschauer sein und aus ihrem Leben berichten. Das macht so kein anderer Sender in Deutschland.

John: RTL II hat da einen Wettbewerbsvorteil. Kein anderer kümmert sich so um Bau. Es gibt mal einen ARD Ratgeber, oder WISO, da ist dann glücklicherweise wieder die Manu zu sehen (lacht). Gerade jetzt: Das Bauvertragsrecht ändert sich aktuell, und das betrifft sehr viele Menschen, Bauherren, Familien. Das können und wollen wir erzählen, sonst erreicht es die Zuschauer nicht.

Manuela: Ich mache schon so lange Verbraucherschutz am Bau, lange bevor RTL II mich angesprochen hat. Dieses neue Bauvertragsrecht ist ein Paradigmenwechsel, und ich bin sehr dankbar, dass ich mit den „Baurettern“ die Möglichkeit habe, meine Themen breit öffentlich zu machen und darüber hinaus auch noch so tolle Menschen kennenzulernen wie Eva Brenner, in die Fernsehwelt zu schnuppern, und ich liebe natürlich eure Partys (lacht).

IMG_0935John: Für mich persönlich hat sich der berufliche Fokus mehr zur Prävention verschoben: Lieber ordentlich beraten, bevor das Kind in den Brunnen fällt. Das ist ein Ergebnis der Erfahrung mit dem Format, deshalb sind parallel dazu unsere Start-ups entstanden: Manus Bauglück GmbH, die den Bauherrenführerschein anbietet, als Checkliste, damit Bauherren nichts passiert. Und meine Zuhause-Helfer GmbH & Co. KG., die Eigentümer und Mieter mit einem Schutzbrief absichert. Manu und ich wollen gemeinsam die Familien in ein Netzwerk einbringen, aus Beratung, Gebäudesicherheit, Finanzierung.

Neben diesen Synergien gibt es auch andere rund um die Vermarktung der Formate an sich: Es gibt langjährige Beziehungen zu Ausstattungspartnern und Sponsoren. Was könnt ihr darüber erzählen?

Manuela: Es ist großartig, dass auch die affinen Hersteller und Werbekunden unser Format positiv sehen.

John: Es zeigt sich aus der Erfahrung vieler Jahre „Zuhause im Glück“ und „Bauretter“: Klar ist vieles Standard, aber es gibt auf jeder Baustelle Platz für Produktinnovationen. Die können von regionalen Anbietern kommen oder großen Marken. Wir werden oft kontaktiert, weil jemand etwas auf den Markt bringen will, das Handwerkern oder Heimwerkern die Arbeit erleichtert. Das nehmen wir gerne auf, weil wir es auch gut erklären können. Das macht uns zum idealen Sprungbrett für Markenpartner.