Unsere erfolgreichen Sozialdokumentationen „Armes Deutschland“ und „Hartz und herzlich“ haben nicht nur Fans. Kontrovers ist nicht allein das Thema, sondern auch unsere besondere Herangehensweise: Wir zeigen, was ist. Ohne zu werten und ohne zu dramatisieren, im Positiven wie Negativen.

Kritiker werfen uns deshalb vor, die Menschen vorzuführen, ohne gesellschaftliche Ursachen oder Auswege aufzuzeigen. Menschen (insbesondere Politiker) aus den gezeigten Regionen sehen ihre Heimat diskreditiert, weil die schönen Seiten ausgeblendet würden.

Wir porträtieren keine Städte, sondern Menschen. Wir geben ihnen eine Stimme und verzichten bewusst auf kommentierende und einordnende Experten, mit denen eine Distanz zu unseren Protagonisten und ihren Geschichten geschaffen würde. Diesen redaktionellen Ansatz muss man nicht mögen und wir stellen uns gerne jeder Diskussion.

Leider verzichtet die Mehrzahl der Kritiker darauf und geht den bequemen Weg, das Vorurteil vom zynischen Trash-Sender zu bedienen oder Fake und Inszenierung zu unterstellen – ohne das durch Recherche und Fakten zu belegen.

Es gibt aber auch andere Beispiele: TV-Kritiker und Lokaljournalisten, die nicht sofort zubeißen, sondern recherchieren, reflektieren und sich um eine differenzierte Darstellung bemühen. Auch diese Artikel sind nicht frei von Kritik an RTL II, aber sie sind informiert und fair. Auf dieser Ebene kann man miteinander reden. Mehr wünschen wir uns nicht.

Hier sind einige solcher Veröffentlichungen aus jüngerer Zeit, die es zu lesen lohnt:

RTL-II-Sendung „Hartz und herzlich“: (K)ein Herz für Pirmasens? (Die Rheinpfalz, 28.05.19)

Armes Deutschland: Aufklärung oder Armutsporno? Schaut genau hin! (TV Spielfilm, 20.05.19)

Warum ich dem Hartz-IV-TV dankbar bin, dass es Armut zeigt, wie sie wirklich ist (bento, 30.04.19)

Therapeutin betreute „Armes Deutschland“ Kinder sind in armen Großfamilien ein „Job“ (Express, 20.11.18)