Die Sozialdokumentation „Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern“ löste in der Vorweihnachtszeit eine nie dagewesene Welle der Hilfsbereitschaft aus und hielt nicht nur die Zuschauerredaktion auf Trab. Am Standort Grünwald hatten auch der Empfang, die Social-Media-Abteilung, die Programmkommunikation, die Redaktion, die Finanzbuchhaltung sowie die Produktionsfirma Good Times alle Hände voll zu tun, den Ansturm an Spendenangeboten zu bewältigen.

Insgesamt erreichten die Zuschauerredaktion bis gestern 1561 Anfragen allein zur Sendung „Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern“. Das ist mehr als die durchschnittlichen Gesamtkontakte, die die Kolleginnen und Kollegen normalerweise in einem Monat verbuchen.

Bettina und ihre Enkelin Yasmina aus Leipzig

Bettina und ihre Enkelin Yasmina aus Leipzig

So viele Anrufe gingen ein, dass die Zuschauerredaktion ein weiteres Telefon freischalten musste. Die Hilfsangebote umfassten Sachspenden in Form von Kleidung, Spiel- und Schulsachen, sowie das von Yasmina heiß ersehnte Hoverboard, bis hin zu großzügigen Geldspenden, Urlaubseinladungen, Reitstunden, Finanzierung von Geburtstagspartys und Einladungen zum Weihnachtsfest.

Einige Zuschauer boten auch eine monatliche finanzielle Unterstützung über einen längeren Zeitraum hinweg an. Neben den zahlreichen Hilfsangeboten erreichten uns auch viele Kontaktanfragen von Familien, die Oma Bettina und ihre kleine Enkelin so sympathisch fanden, dass sie sie gerne persönlich kennenlernen möchten.

Nachdem rechtlich geklärt war, dass Bettina die Zuwendungen annehmen darf, wurde ein Spendenkonto eingerichtet, um die Hilfsangebote der Zuschauer abzuwickeln, und es wurde eine Spendenseite online gestellt. Bis heute ging auf diesem Konto bereits eine beträchtliche Summe ein, die Bettina und Yasmina sicher einige Sorgen nehmen wird.

Die Großzügigkeit und Nächstenliebe unserer Zuschauer hat uns sehr gerührt. Da sich viele Zuschauer wünschten, den beiden zum Weihnachtsfest eine Freude zu bereiten, bemühten wir uns sehr, alles noch vor Weihnachten zu beantworten. Gemeinsam mit der Produktionsfirma einigten wir uns darauf, dass diese sich um die Kontaktvermittlung und die Sachspenden kümmert, während RTL II den Zuschauern weiterhalf, die die kleine Familie finanziell unterstützen wollten.

Auch zu einigen anderen Protagonisten, wie z.B. Steven, erreichten uns vereinzelt Spendenangebote, derer wir uns ebenso annahmen. Wir sind gespannt, was uns im Rahmen weiterer Folgen der Dokumentation im neuen Jahr erwartet.